Die hier beschriebenen Hausmittel und Wickel vertragen sich gut mit der homöopathischen Behandlung und sind sorgfältig für den Patienten ausgewählt worden.
Diese Anwendungen sind einfach, selber herstellbar und und leicht zu handhaben.
Falls sie den Eindruck bekommen, dass die angewendeten Massnahmen die akuten Symptome zum verschwinden bringen, dafür aber sich der Allgemeinzustand des Patienten verschlechtert, rufen sie sofort ihren Homöopathen an und schildern sie ihm diese Situation. 

Physiologische Kochsalzlösung
9gr. Kochsalz in 1Ltr. Wasser oder 1TL in 1/2Ltr. Wasser aufkochen lassen.

Warme oder Kalte Wickel?
Halten sie eine Hand unter kaltes Wasser und dann an die betreffende Körperstelle. Wenn die Kälte behagt, machen sie kalte Wickel, sonst legen sie einen warmen Wickel an.

Einwirkungsdauer?
Grundsätzlich solange belassen, wie es als angenehm empfunden wird.

Tragen sie die Masse auf Baumwollstoff oder Leinen ungefähr fingerdick auf und bedecken sie das Ganze mit dünner Gaze. Heilerde kann man auch direkt auf die Haut auflegen.
Legen sie nun diese Applikation mit der Gazeseite auf die zu behandelnde Stelle. Befestigen sie den Wickel satt anliegend mit einem elastischem Netzverband.

Geschwellte Kartoffeln (auch mit Polenta möglich)

Dieser Wickel dient als feuchter Wärmespender. Legen sie die geschwellten Kartoffeln zwischen Backtrennpapier oder mehrlagiges Küchenpapier und schlagen Sie diese in ein Tuch ein.
Drücken sie das Ganze flach und legen sie den Wickel auf die schmerzende Stelle oder auf den Brustkorb bei Husten/Bronchitis.
Cave: Dieser Wickel ist sehr heiss, prüfen sie ihn zuerst an sich selber, bevor sie diesen auflegen! 

Zwiebelwickel

Rohe Zwiebeln in Ringe oder klein schneiden und in Gaze einschlagen.
Für warme Wickel wird das Päckchen zwischen zwei Pfannendeckel gelegt, die auf einer Pfanne mit kochendem Wasser liegen.
Auf die zu schmerzende Stelle auflegen, ev. mit elastischem Netzverband befestigen oder eine wärmende Bettflasche dazu auflegen.

Leinsamenwickel

Den Leinsamen (1 kleine Tasse auf 1Ltr. Wasser) kurz aufkochen lassen, bis sich deutlich Schleim bildet.
Geben Sie davon eine kleine Menge auf eine Gaze, Taschentuch oder dünnen Baumwollstoff und bilden damit kleine Päckchen.
Legen Sie diese auf die z. B. Stirn- oder Kieferhöhle auf.
Die restlichen Paketchen halten sie auf dem Deckel über der Pfanne warm für die weitern Auflagen, wenn es danach ist.

Für einen entspannenden Nacken- oder Rückenwickel nehmen sie die ganze Menge.
Legen sie das Paket auf und geben sie ein Frottiertuch darüber und legen sie sich ins vorgewärmte Bett.
Wenn Sie es mögen, packen Sie die Bettflasche oben drauf und halten eine angenehme, wärmende Ruhe.

Quarkwickel

Verwenden sie möglichst naturbelassenen Quark, z.B. ohne Bindemittel. Tragen Sie die Masse kalt oder warm, finderdick auf eine Baumwollstoff oder Leinen auf.
Bedecken sie das Ganze mit Gaze und legen Sie den Wickel mit der Gazeseite auf die zu behandelnde Stelle auf.
Belassen Sie den dort bis er warm ist und wiederholen Sie das ganze Prozedere mehrmals, bis eine Linderung eintrifft.

Heublumenwickel

Erhitzen des Heublumensack über Dampf (z.B. im Spaghettisieb), legen Sie diesen auf die zu behandelnde Stelle auf.
Befestigen sie den Wickel mit einem warmen Tuch oder legen sie eine Bettflasche obendrauf.
Der Wickel kann bis zu 3-4 verwendet werden.

Kohlwickel (Wirsig)

Am besten eignet sich der Wirsing/Wirz mit den gekrausten Blätter. Natürlich eignet sich der mit den festen Blättern auch.
Nehmen sie ein gewaschenes Blatt/Blätter und schneiden sie die Mittelrippe und ev. weiter vorstehende Rippen weg.
Quetschen sie das Blatt/Blätter mit dem darüber rollenden Wallholz oder Flasche, damit der Saft austreten kann.
Legen Sie das Blatt/Blätter direkt auf die Haut auf, bei grösseren Stellen auch mehrlagig darüber legen.
Befestigen sie diese Auflagen mit einem Tuch (kein Plastik) und geben sie eine elastische Binde drumherum.
Dieser Wickel kann bis 12Std. so belassen werden, also auch über die Nacht.
Achten sie auf das braun/schwarz werden der Blätter, dann sollten die Blätter entfernen und erneut Frische aufgelegt werden.

Lehm oder Heilerde Wickel

Das Pulver mit warmen, kaltem Wasser, Essigwasser oder Kamillentee zu einer breiigen Masse anrühren.
Tragen sie die Masse fingerdick, bei kleinerern Bereichen bis bleistiftdick, bei größeren Bereichen direkt auf die Haut auf.
Das zuvor in Wasser getauchte und gut ausgewrungene Leinentuch auf die Heilerde auflegen.
Mit einem trocken Baumwolltuch das Ganze gut umwickeln und befestigen mit elastischer Binde.

Alkohol-, Arnika-, Calendula-, Kamillenwickel

Baumwoll- oder Leinentuch mit dem 20-30%igem Alkohol oder der 1:4 verdünnten Pflanzentinktur tränken, leicht auswringen und auflegen.
Warten bis sich das Tuch erwärmt hat. Danach frisch getränktes Tuch wieder auflegen. Mehrmals wiederholen.
Wirkt entzündungshemmend und kühlend.